St.Benno Kirche Meißen
St.Benno Kirche Meißen

 

 

 

 

 

 

Kirche Hl. Kreuz

Am Rodeland 14

01623 Lommatzsch

 

Am 18.3.2017 feierte Herr Gottfried Feyer seinen 80.Geburtstag. Vertreter der Gemeinde gratulierten dem Jubilar. Pfarrer Dittrich überreichte ihm ein Dankschreiben von Bischof Timmerevers für seine mehr als 25 jährige ehrenamtliche Arbeit für die Gemeinde Hl. Kreuz Lommatzsch und der Bennogemeinde.  Herr Feyer war PGR Vorsitzender und unterstützte auch als Kirchenrat den Pfarrer bei der Verwaltung der finanziellen und materiellen Güter. Als gebürtiger Lommatzscher ist Gottfried Feyer auch Zeitzeuge unserer 85 jährigen Kirchengeschichte  Hl. Kreuz. Aus Alters-und Gesundheitsgründen schied Herr Feyer zum Jahresende aus dem Kirchenrat aus.

 

  Gemeinde Hl. Kreuz Lommatzsch

Katholische Kirche  Heilig Kreuz Lommatzsch … etwas aus der Geschichte

80 Jahre Kirchweih 2012 - war Anlass einmal wieder in der Chronik zu blättern.
Rückblick hielt Herr Gottfried Feyer, Urlommatzscher und in der Lommatzscher Kirche getauft.
Hier ein Auszug seiner Rede:
Die Katholiken sind in Lommatzsch erst wieder seit Beginn des 20. Jahrhunderts ansässig.
Mit dem Anschluss von Lommatzsch an die Eisenbahnlinie Riesa (etwa 1880) erfolgte eine gewisse Industrialisierung in Lommatzsch.

Vor allem siedelte sich Glasindustrie ,Landmaschinenindustrie sowie Obst- und Gemüseverarbeitung an. Mit der Glasindustrie kamen Glasbläser aus Böhmen nach Lommatzsch, die katholisch waren. Aber auch durch Erntehelfer aus Schlesien und Polen wuchs die Zahl der Katholiken.

Weiteren Zuwachs erhielt die Katholikenzahl durch die Wirtschaftskrise in den 1920er Jahren.
Sie gründeten eine Gemeinde, die vor allem von Riesa betreut wurde. Hl. Messen wurden besonders in der Friedhofskapelle und privaten Wohnungen gefeiert.
1906 baute der Turnverein „Frisch Auf“ gegenüber dem Schützenhaus eine Turnhalle.

Schon 1919 kaufte ein Tierarzt diese Halle und nutzte sie als Enträudungs-Anstalt für Pferde.
Um den unbefriedigenden Zustand der kath. Gemeinde zu verändern, entschloss man sich (federführend Pfarrer Dr. Renschka, Riesa) 1927 für 8250 Goldmark die Turnhalle zu kaufen und zur Kapelle umzubauen.

Auf dem Dach wurde ein Türmchen errichtet. Darin befindet sich eine in Apolda gegossene Glocke ca. 100 kg. schwer. Die Glocke hat die Inschrift „Ave crux spes unica“.

Ein Hinweis auf das Kreuz als einzige Hoffnung. Die Kapelle wurde auch dem „Hl. Kreuz“ geweiht.

Der Bonifatiusverein unterstützte den Kirchbau maßgeblich. So konnte die Kirche am. 31. Jan. 1932 im Auftrag des Bischofs durch Herrn Erzpriester Wilhelm Rudolph aus Hubertusburg eingeweiht werden.
Im März 1932 besuchte der Bischof von Dresden/Meißen Dr. Gröber die Kapelle in Lommatzsch und spendete 33 Gemeindemitgliedern das Sakrament der Firmung.
Als Seelsorger wirkte zuerst Pfarrer Zschornack aus Radeberg.

Ab 1940 wurde die Seelsorgstelle eine Lokalkaplanei mit ortsansässigem Kaplan Helmut Scholze.

Mit Ende des 2.Weltkrieges kamen sehr viele Umsiedler aus Schlesien, dem Sudetenland, Ungarn und noch anderen Gebieten nach Lommatzsch, die sich nun hier ansiedelten.

Da viele dieser Umsiedler aus katholischen Gebieten kamen, wuchs die Lommatzscher Gemeinde stark an. Es war auch ein Priester unter den Umsiedlern –Pfarrer Richard Richter, aus Schlesien, der dann als zuständiger Pfarrer für Lommatzsch eingesetzt wurde.

Leider verstarb Pfarrer Richter 1955 unvermittelt. Als Nachfolger kam Pfarrer Anton Kriesten nach Lommatzsch. Aus gesundheitlichen Gründen, konnte er seinen Dienst in Lommatzsch nur bis 1961 ausüben.
Lommatzsch war inzwischen zur Pfarrvikarie umgewandelt.

Als Nachfolger trat Pfarrer Joh. Pospiech seinen Dienst in Lommatzsch an.
Unter seiner Federführung wurde die Kirche in Lommatzsch, die auch Kriegsschäden hatte, von den Gemeindemitgliedern renoviert und umgebaut. Das geschah 1969 und 1970 in einer großen beispielhaften Aktion, die auch in nichtkirchlichen Kreisen Anerkennung fand.
Pfarrer Pospiech bewirkte auch die Änderung von Lommatzsch in eine Pfarrei.

1971/72 wechselt Pfarrer Pospiech nach Heidenau. Nach Lommatzsch kam Pfarrer Dokup.

Dieser blieb bis 79/80. Nachfolger bis 1989 wurden Pfarrer Benno Schober, der von Pfarrer Bernd Fischer abgelöst wurde. Pfarrer Fischer ging von Lom. nach Dresden zur Martinskirche „Franz Xaver“. Dafür kam 1999 Pfarrer Sebastian Brier als Ortspfarrer nach Lommatzsch.

Nach 10 Jahren verließ auch er Lommatzsch wieder.
Da kein Nachfolger gefunden werden konnte und auch aus Gründen der sinkenden Katholikenzahlen (z.Zt. sind 304 offiziell registriert) erfolgte eine Strukturveränderung im Bistum und Lommatzsch ist jetzt Filial-Kirche von Meißen.
Zur weiteren Renovierung und Modernisierung wurde auf Initiative von Pfarrer Fischer in der Kirche von Lommatzsch eine el. Fußbodenheizung installiert. Weiterhin wurden 2005 Fenster und Altarraum erneuert und 2010 Kirche, Gemeinderäume und Pfarrwohnung nochmals renoviert.
Somit konnte ab 2011 Herr Pfarrer Neumann aus Bad Schandau Lommatzsch als Alterssitz beziehen. Von ihm wurden in Abstimmung mit der Pfarrei Meißen die Filialkirchen Nossen und Lommatzsch gottesdienstlich betreut. Obwohl im „Ruhestand“ war Herr Pfarrer Neumann sehr aktiv um das Gemeindeleben bemüht, wofür ihm die Gemeinde sehr dankbar ist.

                                                                                                                                          G.Feyer       A.Schmidt

 

 

Seit Oktober 2016 ist Pfarrer Neumann nun im Ruhestand in Goppeln.

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